Insel Ko Rawi (Butanggruppe an der Malaischen Grenze)

und wieder

eine

traumhafte

Unterwasserwelt

18.11.

In D hat meine Mutter gerade Geburtstag. Wenn die wsste, was ihr Sohn 10000 km entfernt treibt. Zum Frhstck gibt es ein deftiges Rhrei, da ist die Welt noch in Ordnung. Dann ist das Swasser alle. Die Kinara hat 2 Swassertanks mit jeweils ca. 200 Liter Fassungs-vermgen fr Brauchwasser. Also nicht geeignet zum Trinken, aber zum Duschen. Das braucht man abends auch, um die Schicht aus Salz, Sand und diversen Lichtschutzfaktoren abzuwaschen. Dem Reisefhrer entnehmen wir, dass es auf Ko Rawi eine Mglichkeit gibt, Swasser aufzunehmen. Wir fahren hin und ankern weiter drauen ber einem Korallenriff. Da die Insel keinen Steg hat, mssen wir alle leeren Kanister zusammensammeln und das Wasser portions-weie mit Hilfe des Dingis aufs Boot transportieren eine ziemlich mhsame Angelegenheit, aber was tut man nicht alles fr die Hygiene. Auf der Insel finden wir eine verlassene Ranger-Station und 3 vorlaute Hunde, die Thomas in die Flucht schlgt. 2 Solarzellen am Strand mit einer Freiluft-Kabelverbindung zum Haus bilden die Stromversorgung. Um bse Geister von der Insel fernzuhalten, ist am Ufer ein Altar mit kleinen Figuren aufgebaut. Im Garten hinter dem Haus ist frisch umgegrabene Erde zu sehen. Aber das Wichtigste ist der Wasserhahn wir fllen die Tanks.

Die Insel soll einen kleinen Wasserfall haben, den einige von uns erkunden wollen. Ungefhr eine Stunde zu Fu erzhlen uns Curtis und seine zarte, sommersprossige, langhaarige Elfe vom kleinen Trimaran, der jetzt neben der Kinara parkt.

Der Weg ist ziemlich mhsam, finde ich jedenfalls. Fr Thomas mit Wsten- und Dschungelerfahrung wahrscheinlich der kleinste Schwierigkeitsgrad, ich dagegen bin am Ende froh, dass ich mir nicht die Fe gebrochen habe. Nach ein paar Metern ist Schluss mit dem gerade noch zu erahnenden Weg. Wieder ein paar Meter weiter verabschiede ich mich von der Vorstellung, mit trockenen Schuhen zurck zu kommen und wechsele ins Bachbett. Die glatten Steine und nasse Fe sind alle Male besser als das dichte Gestrpp am Ufer. Ich hre und sehe kein Tier und auch keine bunten Pflanzen. Also nicht allzu viel frs Auge macht nichts, die Fe haben genug zu tun. Der Wasserfall ist auch nicht gerade der Bringer einige stufen- bzw. terrassenartig ausgewaschene Felsen mit flieendem Wasser.

Ungefhr 1,5 h spter kommen wir nassgeschwitzt und durstig aus dem Dschungel und traben ans Ufer und das Wasser ist weg! In der Zwischenzeit hat Niedrigwasser eingesetzt. Die Spitzen der Korallen ragen aus dem Wasser. Vom Kat aus fahren sie mit dem Dingi Richtung Ufer, kommen aber wegen der Korallen nicht allzu weit. Wir laufen ihnen entgegen, wegen der halb trockengelegten Unterwasserwelt auch nicht gerade einfach. Am Ende schaffen wir es alle wohlbehalten an Bord.

Beim Ablegen bemerken wir, dass das Ruder ziemlich schwergngig ist. Anscheinend hat der Kat beim Niedrigwasser aufgesetzt und etwas am Rudergestnge ist verbogen. Arno und ich rumen unsere Kabine, um an das Ruder zu kommen. Von innen ist jedoch nichts zu machen, alles gut verkleidet. Also wird der Schaden mit Tauchgngen von auen in Augenschein genommen. Mit Hilfe eines Seils und Muskelkraft kann das verbogene Teil schlielich wieder gerichtet werden.

Als alles in Ordnung ist, kommt der Regen. Wenn man die Wasserwand sieht, hat man noch ca. 20 30 s Zeit, die Sachen in die Kabine zu schaffen. Der Guss wird zum Duschen genutzt. Danach gehts nach Ko Lipe, abendessen, wir sind frh im Bett.

19.11.06

Robert und Susanne holen leckere Teilchen aus der Flower-Power-Bakery frs Frhstck. Danach fahren wir noch mal nach Ko Rawi, um die Wassertanks randvoll zu machen. Diesmal liegt ein Long-Tail am Strand und die Station ist mit 2 jungen Mnnern besetzt. Aber es bleibt nicht viel Zeit fr Hflichkeiten wir wollen vor Einsetzen des Niedrigwassers weg. Wir erkunden die kleinsten Inseln der Botang-Gruppe. Traumstrnde und Granitfelsen sumen die Ufer. Wieder wird geschnorchelt, wir sehen wieder alle Farben blo keine Langusten Arno hat den Blues. Schlielich entdecken wir ein Fischerboot, welches Meeresfrchte an Bord hat. An Bord ist auch eine Art Kiosk mit Tauschware, die Mnner wollen kein Geld. Sie wollen Kaffee und Tabak gegen Fische tauschen. Die Raucher auf der Kinara verteidigen ihre letzten Nikotinreserven. Schlielich wird man sich einig und eine groe Portion Garnelen plus einem Thunfisch wechseln den Besitzer. Ich habe bei Auenbordskameraden das groe Problem, dass das Auge mitisst. Fangfrisch oder vor dem Ausnehmen und Putzen, wenn noch alles dran und drin ist sozusagen, dreht sich mir der Magen um, wenn ich an das Verspeisen denke. Sauber, mit allen Zutaten in der Pfanne und leckere Gerche in der Kombse verbreitend, ist das Ekelgefhl verschwunden. Arno zaubert und es schmeckt wie immer sehr gut. Heute fahren wir nicht mehr nach Ko Lipe und der Long-Tail-Geruschkulisse zurck. Wir ankern in einer Traumbucht und verbringen eine ruhige Nacht.

Der

Versuch

Das

Ergebnis

Claudi beim Schnorcheln

20.11.06

Wir erwachen im Paradies. Der Ankerplatz mit der Kinara ist umgeben von kleinen Inseln, bestehend aus Granitfelsen und Sandstrnden, in trkisfarbenem Wasser, ber Korallenriffen. Nach einem dicken Frhstck gehen wir noch einmal schnorcheln. Ich entdecke eine Morne und einen Kugelfisch. Gegen 11.oo Uhr gehts Richtung Ko Bulon, einer Inselgruppe nher an der Kste Thailands. Eine lange Tour, ca. 30 35 Seemeilen.