Halbinsel Ko
Lanta und Ko Rok
14.11.
Nachmittags
erreichen wir Ko Lanta. Es sind eine Menge Quallen im Wasser. Wir ankern vor
einem Riesenstrand und setzen ber. Hier scheinen die Tsunami Hilfsgelder
reichlich geflossen zu sein. Alles macht einen sauberen Eindruck und an vielen
Stellen wird neu gebaut. Auerdem fahren eine Menge neuer Fahrzeuge herum, auf
2 und auf 4 Rdern. In einer Seitenstrasse finden wir eine kleine Garkche mit
Mini-Market. Wir speisen wie die Knige. Bei den Bestellungen wird schon mal
das mai peht vergessen und manche Gerichte haben die originale Thai-Schrfe.
Die Folgen beim Verzehr reichen ber rote Kpfe und Hyperventilieren bis zu
Schweiausbrchen und Hustenanfllen, aber alles wird brav ausgelffelt, man
will sich schlielich keine Ble geben.
Den Abend
lassen wir in einer Strandbar mit Liegesthlen ausklingen. Die Cocktails
schmecken so gut, dass wir spter kaum aus den Sthlen kommen, um mit dem
Dingi wieder an Bord zu fahren.
15.11.
Morgens
setzen wir noch einmal mit 4 Leuten ber. Thomas und Gerd gehen einkaufen und
bekommen alles, was uns vorschwebt, bis hin zu einem Riesenthunfisch. Tja,
wenn Mnner einkaufen . . . Arno lsst sich noch eine Massage verpassen und
ich mache einen Strandspaziergang. Gegen Mittag treffen wir uns wieder am
Dingi. Die Masseusen Tipp und Miss Green sind sehr nett, aber wir fahren
weiter.
Wir segeln
den ganzen Tag bei schnstem Wetter und faulenzen, lesen, reden, hren Musik,
liegen in der Sonne und genieen die Natur. Wir sehen lange, dnne Fische, die
wie Zillersteine bers Wasser schnellen, und wenn ihnen die Puste ausgeht,
wechseln sie die letzten paar Meter auf ihren Schwnzen in eine Art
Laufschritt ber, bevor sie wieder im Wasser verschwinden. Wenn mans nicht
gesehen hat, glaubt mans nicht. Vgel ber Thunfischschwrmen, Shrimpsknuel
an der Wasseroberflche. Wir steuern alles an, was sich im Wasser bewegt; Arno
hngt an der Angel, nichts beit. Ruhige See, relaxen, keine Touris, die
Stimmung ist gut, wir verstehen uns untereinander leidlich, was bei den
unterschiedlichen Charakteren und dem begrenzten Platz an Bord keine
Selbstverstndlichkeit ist. Gegen 17.oo Uhr erreichen wir ein abgelegenes
Inselpaar, Ko Rok. Thomas entdeckt auf der einen Insel einen stark
eisenhaltigen Bach. Die Quelle muss irgendwo den ca. 200 m hohen Berg hinauf
zu finden sein. Auerdem ldt unter Wasser wieder eine Riffkante zum
Schnorcheln ein. Aber jetzt wird es dunkel und es geht ans Abendessen. Der
Thunfisch aus Ko Lanta wird filetiert und von unserem Starkoch ein
Thunfisch-Gulasch in Sahne-Wein-Sauce zubereitet. Zwiebeln,
Knoblauch,
Pilze, Chili und Reis sind dabei. Der Fisch ist so frisch, dass beim
Zubereiten Sushistckchen anfallen, die wir mit einem s-sauren Dip a la Arno
genieen: Honig, Essig, Chili, Knoblauch. Ich selbst bin ja kein groer Freund
von Meeresfrchten, und das ich mal was Rohes probiere, htte ich auch nicht
gedacht, aber das ganze Essen ist ein Festmahl, wir schlagen uns alle den
Wanst voll. Auf dem Meer sieht man die starken Scheinwerfer der thailndischen
Fischerboote, welche die Fische anlocken sollen, ansonsten ist es dunkel bis
auf den Sternenhimmel. Wir gehen zeitig in die Kojen, weil wir morgen wieder
einen langen Turn vor uns haben. Bei der Planung steht immer der
Sonnenuntergang um 18.oo Uhr im Vordergrund.