Insel Ko Lipe (Butanggruppe an der Malaischen Grenze)

16.11.

Nach Frhstck, Schnorcheln und Inselbesuch mit Photo-Shooting segeln wir weiter zu der letzten Inselgruppe Thailands vor der malaysischen Grenze der so genannten Batong-Gruppe mit 4 Inseln. 3 davon stehen unter Naturschutz: Ko Adang, Ko Rawi und Ko Batong sind nicht bewohnt. Auf der kleinsten Ko Lipe leben Menschen.

Doch vor unserer Ankunft macht sich am Nachmittag eine Gewitterzelle auf unserem Weg breit. Wir knnen nicht vorbei, sie ist zu gro und liegt genau auf Kurs. Es wird mchtig dunkel vor uns, dann fahren wir in die Regenwand. Fr eine Landratte fr mich ist die Sache recht eindrucksvoll, man meint, die Welt geht unter. Der Wind erreicht Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h, Blitze zucken, Donner ertnt, die Wellen werden hher. Wir werden ganz schn durchgeschttelt. Ich bekomme den Hauch von einer Ahnung, wie wohl ein richtiger Sturm auf See aussieht. Je heier die Arbeiten im KKW sind, desto cooler bernehme ich die Initiative an der Front, aber hier bin ich von dem Naturschauspiel schwer beeindruckt und werde ganz still.

Dirk dagegen denkt als Profi praktisch und nutzt den Wind fr ein bisschen mehr Speed, wir erreichen 9 Knoten (der Durchschnitt liegt so bei 3 4 Knoten) und sparen Zeit, aber der Spuk ist so schnell vorbei, wie er begonnen hat. Die Schwle ist vorbei, die Luken gehen wieder auf.

Wir erreichen unseren Ankerplatz vor Ko Lipe erst nach Einbruch der Dunkelheit und setzen mit dem Dingi ber. Auch hier finden wir eine Garkche und knnen gut und billig speisen. Tony hat seinen ersten Tag als Kellner, aber er bekommt nicht allzu viel durcheinander. Wir sehen, dass der Laden auch eine Bckerei hat die Flower Power Bakery.

17.11. 

Wir frhstcken auf Ko Lipe, wieder bei Tony, und genieen Omeletts und die leckeren Bckereiprodukte wie Zimtrollen oder Schokostckchen. Tony wird mit einem frstlichen Trinkgeld belohnt.

Wir werden mit einem frstlichen Ausblick belohnt, als wir nach der Abfahrt zur Inselspitze kommen. Die Farbe des Wassers ist besser als in jedem Hochglanzprospekt: Grn bis trkis und voller Intensitt. Wir steuern nacheinander 2 menschenleere Strnde mit vorgelagerten Korallenriffen an und lassen uns beim Schnorcheln wieder einmal von der Unterwasserwelt verzaubern. Die schnsten Farben, die schnsten Fische, intakte Korallenwelt, man kann sich nicht sattsehen. Als Beilagen Hirnkorallen, Seegurken und Seeigel. Arno wittert die Langusten frmlich, scheucht uns ins Wasser und heizt schon den Kessel an, aber die Viecher haben gute Verstecke, wir sichten nicht eine.

Dafr entdecken wir Regelmigkeiten beim Wetter. Morgens guter Wind zum Segeln, tagsber gutes Wetter, nachmittags brauen sich Gewitter zusammen, die sich gegen Abend entladen. Und was fr Brummer! Eine Zelle bedeckt ca. des Horizonts. Kumuluswolken wachsen in die Hhe und bilden an ihrer Spitze den sog. Amboss. Die Zelle wchst und bildet unten an ihrem Rand den sog. Benkragen, der sich ausbreitet und den Regen bringt. In den oberen Regionen wetterleuchtet es. Gigantische Blitze zucken horizontal und vertikal. Je dunkler es wird, desto eindrucksvoller das Spektakel.

Auf Ko Lipe finden wir nach unserer Rckkehr ein Restaurant, in dem es schmeckt, schnell geht und man auch das bekommt, was man bestellt hat. Ich esse neben einem leckeren Hhnchengericht mit Gemse die absolut geilste Tomatensuppe, die mein Gaumen je gekostet hat.Natrlich sind auch die Mixed Fruit Juices wieder mit dabei. Vollgefressen fallen wir in die Kojen.