|
"Leinen los" für die
Stuttgarter Betriebssportgruppe Yachtsegeln
Am
vergangenen Sonntag wurde es spannend für acht Mitglieder der Stuttgarter
Betriebssportgruppe (BSG) Yachtsegeln: Sie stellten sich der Prüfung für den
"Sportboot-Führerschein See", der zum Führen eines Sportbootes unter Motor
auf See berechtigt. Über die Vorbereitungsmonate und den Prüfungstag
berichtet BSG-Mitglied Christoph Tholen.
Am 2. Juni
dieses Jahres startete der Theoriekurs, der den Stoff für die schriftliche
Prüfung lieferte: Regelmäßig einmal in der Woche trafen wir uns mit Andreas
Henkel, Spartenleiter der Stuttgarter BSG Yachtsegeln, um die Themen
terrestrische Navigation, Rechtskunde, Wetterkunde, Seemannschaft und
anderes zu behandeln. Plötzlich hatte jeder Winkeldreiecke, Zirkel und
Bleistift in der Hand und musste sich auf "Seeschifffahrtsstraßen"
zurechtfinden: "Was ist ein Breitengrad, kann man hier durchfahren, wo ist
bei Ihnen die Backbordtonne …?" – behutsam und geduldig wurden wir in das
Thema eingeführt. Trockene, ungewohnt sperrige maritime Begriffe wurden mit
Geschichten aus der Praxis und Augenzwinkern gelockert und natürlich durften
auch die "Seemannsknoten" nicht fehlen.
Anfang Oktober ging es dann zum ersten Mal auf den Neckar. Im Motoryachtclub
Esslingen stellte uns Dirk Marquardt von der Firma "sail&more" ein Motorboot
zur Verfügung, um mit uns die für die Prüfung geforderten Manöver zu
trainieren. Durch sein konzentriertes Training gelang es ihm, dass wir nicht
mehr Steuerbord mit Backbord verwechselten, den Rückwärtsgang mit dem
Vorwärtsgang vertauschten oder das Anlege-Manöver dem Zufall überlassen
mussten.
"Leinen los" für die Prüflinge
Am vergangenen Sonntag war es dann soweit. Am Neckarufer vor der Schleuse
Stuttgart Hofen begrüßte uns ein gut gelaunter Prüfer, der zunächst die mit
nervösen Fingern geschlagenen Knoten seemännisch professionell begutachtete
und daraufhin zufrieden die ersten Häkchen in das Prüfungsprotokoll setzte.
Jetzt hieß es endlich "Leinen los" und je zwei Prüflinge mussten ihr
praktisches Können zeigen. Mit seiner beruhigenden norddeutschen
Gelassenheit schaute sich der Prüfer das fahrerische Können der Teilnehmer
an, ließ hier und da mal ein Manöver wiederholen, sorgte aber spätestens
beim Anlegen dafür, dass sein Lächeln auch auf unseren Gesichtern zu sehen
war.
In der nachfolgenden theoretischen Prüfung galt es dann, in 75 Minuten das
Erlernte zu Papier zu bringen und das Kursdreieck sauber anzulegen, um das
Schiff der Prüfungsaufgabe nicht in eine Untiefe hineinzusteuern.
Danach hieß es warten und geduldig sein, bis die Prüfungskommission ihr
Urteil fällen konnte: Die praktische Prüfung hatten alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer bravourös bestanden, zwei Prüflinge müssen noch mal zur
theoretischen Prüfung antreten. Für alle anderen galt: "Herzlichen
Glückwunsch meine Damen und Herren und immer eine handbreit Wasser unterm
Kiel!"
Christoph Tholen, Mitglied der Stuttgarter Betriebssportgruppe
Yachtsegeln |
|
 |
|
|
Training auf dem Neckar - "Leinen los!", v.l.n.r.: Trainer Dirk
Marquardt, Susan Fröhlich, Gunnar Roters |
|
 |
|
|
Die praktische Prüfung - Konzentration nach dem Ablegen,
v.l.n.r.: Martin Zeuner, Sabine Kreussler, unser Prüfer, Trainer Dirk
Marquardt |
|
 |
|
|
Glückliche Gesichter nach der bestandenen praktischen Prüfung
v.l.n.r.: Christina Libuda, Bernhard Duczek, Christoph Tholen, Susan
Fröhlich, Susanne Schulze, Sabine Kreussler, Alexander Jakob, Martin
Zeuner |
|