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Frauenpower beim Segeln auf hoher See |
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Segel hissen, Anker werfen und ab und zu den Ölstand prüfen - und das ohne männliche Unterstützzung: Für acht Frauen aus Pforzheim und Region war das gewollte Realität. Sie segelten vom 11. bis 18. September auf einer Bavaria 44 im Ionischen Meer. Die Inseln Paxos, Korfu und das Städtchen Maurtos auf dem Festland waren unter anderem die Stationen, die die Frauencrew innerhalb einer Woche mit dem Segelboot anlief. Die Idee für den Segeltörn hatten Maria Aichinger, Skipperin (Kapitän), und Bootsfrau Manuela Wolf (stellvertretender Kapitän). Seit ungefähr sieben Jahren sind sie auf den Weltmeeren unterwegs - bisher immer nur in Begleitung von Männern. Jetzt wollten sie wissen, ob es auch ohne geht. Mitstreiterinnen hatten sie gleich gefunden: Sechs Freundinnen und Arbeitskolleginnen zwischen 20 und 54 Jahren. waren sofort Feuer und Flamme. |
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Schildmützen für alle
"Etwas mulmig war es mir am Anfang unserer Vorbereitungen schon zumute", gibt die 35-jährige Manuela Wolf zu. "Schließlich waren die anderen Crewmitglieder davor noch nie segeln und hatten von sämtlichen |
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Handgriffen keine Ahnung", erzählt sie. Das Boot charterten sie von Pforzheim aus und holten es in Gouvia auf Korfu ab. Bei der Übergabe der Crewliste - hier stehen alle Mitglieder Gruppe drauf - staunte man nicht schlecht. Weil der Bootsverleiher noch nie ein reines Frauenteam gesehen |
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hatte, sponserte er prompt für alle blaue Schildmützen mit "Frauenpower" als Aufdruck. Männer haben es leichter Bevor es im Hafen von Gouvia losging, gab es für jedes Crewmitglied eine gründliche Sicherheitseinweisung. Maria und Manuela erklärten, wie |
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Leuchtraketen, Funkgerät und GPS- Wer was auf dem Boot zu erledigen hatte, legte die 35-jährige Maria fest. Jede hatte eine andere Aufgabe: Vom Anker werfen bis zum Werfen der Achterleine. Dann konnte es losgehen. "Beim ersten Auslaufen aus dem Hafen |
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saßen alle mit großen Augen an Deck und bekamen bei dem regen Fährbetrieb richtig Bammel", erzählt Maria. Dafür gab es aber keinen Grund. Auf See meisterten die Frauen jede Situation. "Nur das Anlegen war oft nicht einfach. Männer haben es da leichter, weil sie einfach kräftiger sind. Sie sind schwerer, dadurch können sie das Boot mit ihrem Körpergewicht leichter festhalten", sagt Manuela. "Wo ist denn der männliche Skipper?", war jedes Mal beim Einlaufen die obligatorische Frage am Hafen. Vor allem Männer wollten es nicht glauben, dass bei der Truppe eine Frau das Ruder in der Hand hält. Ein technisches Problem gab es jedoch: Der Abfluss in der Dusche war verstopft. Frauen handwerken
Die Frauen griffen kurzerhand |
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Sicher angelegt:
Die Frauencrew mit Kapitän Maria Aichinger
(hinten Mitte) und Bootsfrau |
Anzeige in der Pforzheimer Zeitung vom 09.10.04
